Ausstellung - Int. Sylter Palliativmedizinkongress

© Tabea Borchardt

11.-14. März 2017, Westerland, Sylt Kongress Zentrum

PS*

Die gezeigten fotografischen Wand- und Bucharbeiten der Fotografin und Künstlerin Tabea Borchardt aus Essen, beschäftigen sich mit der persönlichen Erfahrung des Verlustes des eigenen Vaters an den Krebs. Während der Krankheitsphase, der häuslichen Pflegezeit und nach dem Tod des Vaters, war die Kamera wie ein Schutzschild und bester Freund um die ungewohnten, neuen Situationen zu bewältigen.

Die Aufgabe der Pflege, die Gefühlswelt einer nicht selbst erkrankten, doch dennoch direkt betroffenen Tochter, der Alltag mit der Krankheit und die Gewissheit der Endlichkeit, all dies sind Bestandteile der Arbeiten. Die Auseinandersetzung mit der Thematik zieht sich seit der ersten Begegnung wie ein Pfad durch Tabea Borchardt’s Arbeiten. So bildet beispielsweise das Buch „Nach den Dingen“ eine poetische Nachlasserzählung in Bildern, während das Buch „And the trees they do grow higher“ eine dokumentarischere Sichtweise aufweist. Neben Bucharbeiten werden fotografische Wandarbeiten und eine Installation ausgestellt.

Zugleich werden Fragen an die Möglichkeiten und auch im Medium inbegriffenen Endlichkeiten der Darstellbarkeit und Abbildungskraft gestellt, es wird untersucht, wie erzählerisch die Dingwelt durch ihre Abnutzungszeichen und Zusammenstellungen sein kann, wie subjektiv und doch generell visuelle Erfahrungen und Umgangsformen im Bezug auf Tod, Trauer und Verlust sein können.

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